Ein notwendiges und nützliches Zubehör, wenn man auf Reisen ist, denn die Kleidungsstücke des Spätmittelalters waren noch ohne Taschen. In einem Brotbeutel kann man nicht nur das Reiseproviant aufbewahren, sondern auch Teller, Löffel usw. Oder man nutzt den Beutel, um die eben auf einem Markt eingekauften Gegenstände zu verstauen. Da ein solcher Beutel am ehesten auf Reisen, und von den unteren- bis mittleren Ständen mitgeführt wurde, ist es leicht nachzuvollziehen, weshalb er bei bisher keinem von uns gesichteten mittelalterlichem Gemälde von Soldaten- oder Schlacht- szenen aufgetaucht ist.
Der Schnitt ist sehr einfach.
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Man schneidet nun ein Rechteck aus einem Leinenstoff heraus, die Maße sind in etwa 34 cm x 98 cm. Hat man dies getan, drittelt man die Stoffbahn, wobei die Verschlußklappe 2 cm kürzer ist, als Vorder- und Rückseite. Wie auf dem Bild zu sehen ist, werden dann einfach die Seiten zusammen genäht, natürlich erst nachdem man das komplette Rechteck ringsum versäumt hat. Man kann auch die Verschlußklappe zu einem Dreieck formen.
Nun näht man noch den Schultergurt aus einem schmalen Stoffstreifen, der etwa die Maße 11 cm x 40 cm. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder näht man den Streifen auf links zusammen, und stülpt es auf rechts, oder man näht es von vornherein auf rechts. Ist der Gurt fertig, wird er an der Beutelrück- seite fest genäht, aber vorsicht, nicht die Tasche mit zu nähen. Zum Verschließen der Tasche kann man die die Verschlußklappe Nestellöcher nähen, und die Nestel- schnüre auf der Vorderseite befestigen, zuknoten, fertig.
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