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Hier sind einige Farben und die dazu gehörigen Infos aufgelistet. Farbe ist übrigens nicht gleich Farbe, denn nicht Jeder konnte sich jede Farbe leisten. Das lag ganz einfach an dem Färbeverfahren, der Herstellung, sowie den Materialien, von denen es teils teure Importversionen gab. Die von den Importwaren resultierenden Farben waren natürlich viel intensiver, und wurden daher vom Adel, oder der Geistlichkeit getragen. Selbst wenn man sich nun eine teure Farbe hätte leisten können, be- deutete dies also noch lange nicht, dass man sie denn auch tragen durfte.
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Braun war die Farbe, die am einfachsten herzustellen war. Die Materialien waren denkbar günstig, sodass sie sich eigentlich fast jeder leisten konnte. Oder man nahm sie sich direkt aus dem Wald. Verwendet wurden unter Anderem Walnussschalen ( die äußere Schale ), Wurzeln, oder auch Baum- rinden. Z.B.: Die der Eiche.
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Die höchst beliebte Farbe Blau gewann man aus der einheimischen Pflanze, dem Waid. Wie beliebt diese Farbe war, erkennt man an den unzähligen blauen Kleidungsstücken quer durch sämtliche Ge- mälde des Mittelalters. Wer ein hochwertigeres Blau erzielen wollte, ließ sich Indigo aus Indien importieren. Dass eine Färbung mit Indigo daher teuer war, ist klar. Wer heute Stoffe mit echtem Indigo färben will, wird schnell feststellen, dass der Preis auch heutzutage noch sehr hoch ist.
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Die Farbe Rot ist, neben blau, die beliebteste Farbe des Mittelalters. Sie symbolisiert Blut, Macht und Tod. Sie war die erste Farbe, mit der die Menschen malten. Es gab auch hier verschiedene Arten, um an Rot zu kommen. Die häufigste Methode war das Färben mittels Krappwurzel. Sie war, wie auch das Waid, in Europa heimisch, und für fast Jeden erschwinglich. Eine andere Methode war das Färben mit der Kermes-Schildlaus ( oder auch Cochenillelaus ), von der es drei Arten gibt, und deren färbender Bestandteil Carmin ist. Diese Farbe ist sehr viel intensiver, und lichtechter, als die oben Genann- ten. Den Farbstoff Carmin findet man übrigens heute als E 120 in Nahrungsmitteln, Getränken, Genussmitteln, sowie in der Medizin.
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lat. Kermes Vermillio Planchon, kommt aus dem östlichen Mittelmeerraum, z.B. Griechenland, und befällt die Kermeseiche ( lat. Quercus Coccifera )
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lat. Dactylopius Coccus Costa, kommt aus Amerika, und befällt Kakteen
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lat. Porphyrophor Apolonica l., lebt in polnischen Gebieten, und ist an Nelkengewächsen zu finden
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Schöne Gelbtöne konnte man mit der einheimischen Pflanze Reseda erzielen, die den Farbstoff Luteoli enthält, und besonders auf Seide sehr intensiv und lichtecht ist. Eine andere Methode ist das Färben mit Birkenrinde, oder auch Zwiebelschalen. Jedoch sei gesagt, dass das leuchtende Gelb von Personen in den höchsten Kreisen getragen wurde, da diese Farbe mittels Safran her- zustellen war. Dass Safran, damals wie heute, sehr teuer war, und teilweise den gleichen Wert wie Gold hatte, ist verständlich, wenn man sich den auf- wändigen Prozess der Herstellung betrachtet. Denn auch heute noch wird der Safran immer noch von Hand bearbeitet. Eine Maschine wäre überfordert. Das eher unscheinbare Gelb hingegen wurde in verschiedenen Regionen von gesellschaftlichen Aussenseitern getragen. Sei es als Kleidung, oder als Band.
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Es gab eigentlich keine andere Möglichkeit, ein schönes dunkles Grün zu erhalten, als die Stoffe in Blau und Gelb zu färben. Das war jedoch doppelter Arbeitsaufwand, und somit war Grün eine recht teure Angelegenheit. Es sei denn, man färbte mit Brennes- sel, welches allerdings ein Hellgrün ergab.
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Diese Farbe wurde im 15. Jahrhundert zur Modefarbe, war sie doch in früheren Zeiten nur dem niederen Klerus vorbehalten. Eine schwarz- ähnliche Farbe erhielt man unter Anderem durch das Färben mit Gall- äpfeln. In der Regel ist es jedoch so, dass man ein schönes Schwarz erst durch mehrmaliges Überfärben erhielt.
Diese Farberklärung dient nicht zur Erklärung, wie man Stoffe färbt. Es wurden daher alle chemischen Zusatzstoffe, wie Alaun, Gerbsäuren usw. weggelassen.
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Schneiderhilfen / Nähtechniken
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