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"Aus Groß mach Klein" heißt dieses zweite Modell von Shurland Hall,
und mehr oder weniger naturgetreu soll es auch nachgebaut werden,
sollten meine baumeisterlichen- und architektonischen Kenntnisse dazu
ausreichen, und natürlich meine Geduld und das liebe Geld...

Hier könnt Ihr also, wenn Alles gut geht, dem Gebäude beim "Wachsen"
zusehen, und vielleicht sogar das Ein- oder Andere lernen.

Bei Fragen habt Ihr sogar die Möglichkeit, Diese in dem kleinen Forum
zu stellen. -> klickt bitter hier <-



Bitte beachtet, dass die Rekonstruktion sich nicht ausschließlich auf Tatsachen
beruht, sondern auf den wenigen uns zur verfügung stehenden Quellen, sowie
unserer eigenen Interpretation.



Please note, that the reconstruction is not exclusively based
on facts, but on the few sources which are available for us as
well as our own interpretation.





Anzahl Klinkersteine  600 
Arbeitsstunden  ca. 13 
   




Tja... wo fange ich an ?!
...
Nach unzähligen Stunden der Recherche, Sammeln und Auswerten aller
mir zur Verfügung stehenden Daten, entstand zunächst in meinem Kopf,
dann auch im PC, nach und nach ein Bild, wie das originale Shurland Hall
zu verschiedenen Zeiten ausgesehen haben könnte. Es wurde im Laufe
der Jahrzehnte / Jahrhunderte immer wieder umgebaut, erweitert, und
wieder umgebaut, sodass ich mich schließlich auf den vermutlichen Zu-
stand des Gebäudes von etwa im Jahre 1487 geeinigt habe. Das war ein
Zeitpunkt irgendwann vor der riesigen Erweiterung durch Thomas Cheney,
da man König Henry VIII zu Besuch erwartete, mitsamt Gefolge und allem
Pipapo. Also im 16. Jahrhundert.

Da ich das Gebäude in Real nicht ausmessen konnte, habe ich mich an der
zeitgenössischen Größe der Klinkersteine, sowie anderer Dinge orientiert,
und dies dann auf das gesamte Gebäude, dann im Modell umgerechnet.
Die Arbeitsstunden der Planung etc. habe ich im Modellbau natürlich nicht
berücksichtigt... Der Maßstab soll 1:32 sein.



Der Anfang...

... ist geschafft. Ich beginne an der Front des Torhauses. Nachdem ich
einige Zeichnungen angefertigt habe, brauchte ich eigentlich "nur" daran
entlang zu bauen. Denkste. Es ist gar nicht so einfach, millimetergroße
Klinkersteine zu einer geraden Mauer zu bauen. Selbst die größeren
Sandsteine machen oft, was sie wollen. Das Original ist höchstwahrscheinlich
ebenfalls mit Sand-, Kalk-Sand- oder Kalkstein gebaut. Mit Klinkersteinen
sowieso...
Auch der Mörtel muss die perfekte Konsistenz haben, sonst funktioniert es
nicht. Viel Geduld und Fingerspitzengefühl sind auch gefragt, wenn man
weitere Steine verbaut, ehe der Mörtel der anderen Steine nicht mindestens
so und so stark angetrocknet ist, sonst bricht nämlich schnell wieder Alles
auseinander. Ab einer bestimmten, oder unbestimmten Trockenzeit, Zeit je
nach Konsistenz des Mörtels, kann man vorsichtig mit einem Schwamm den
Mörtel von der Front der Mauer entfernen, sodass die Steine wieder schön
sauber sind. Aber Übung macht ja den Meister. Und vor die erste schiefe
Wand kommt hinterher ein Bild oder ein Möbelstück. :-)





Oben seht Ihr nun einen Teil der Mauer, der später an den Westturm
angefügt wird.





Dies ist der Innenteil des Ostturmes. Von Außen ist er achteckig.
Die gesamte Fläche wird später noch verputzt, sodass man die Steine
nicht mehr sehen kann.





Hier seht Ihr nun den Teil des Ostturmes von Außen. Die Holzstäbchen
diesen zur Führung, damit der Turm ein möglichst gerades Fundament hat.





Hier seht Ihr den Ostturm von oben. Gut zu erkennen sind die Führungslinien
auf dem Holz, an welchen ich mich orientiere. Der Turm ist innen nicht achteckig,
sondern ein 16-Eck, um die Stabilität an den 8 Ecken zu erhöhen. Die roten Pfeile
zeigen einige der Ecken. Sollte der Turm also Angriffen oder anderem Druck
ausgesetzt werden, wäre ein reines Achteck wesentlich weniger stabil an den
Ecken, als der Turm nun so wird.





Das Bild oben zeigt nocheinmal den Ostturm inklusive ein Mauerstück,
vor das später dann ein Möbelstück gestellt wird. :-)



Shurland Hall - Model - Forum / Cheney-Stammbaum Teil 4

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