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Hier geben wir Euch nun einen kleinen Einblick in die verschiedenen Arten von Körperpanzerungen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, so wählt nun aus der Liste aus, was Euch interessiert, oder scrollt einfach komplett hinunter.
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Diese Art von Panzerung, oftmals auch einfach Kettenhemd, oder Brünne, genannt, ist schon sehr lange in Gebrauch, und ist vermutlich die älteste Art von Rüstung. Die Zeit der Brünne begann schon bei den Römern, geriet danach jedoch fast in Vergessenheit, und erlebte ihren Höhepunkt wieder im Hochmittelalter. Bis heute hat sich die Technik, metallene Ringe miteinander zu verflechten, um ein stabiles Gewebe zu erhalten, durchgesetzt. Echte Ritter mit Ringelpanzerhemden sucht man heute zwar vergebens, jedoch freut sich jeder Metzger über den guten Schutz seines "Kettenhandschuhs". Da die Geschichte des Ringelpanzerhemdes sehr lang und ausgiebig erklärt werden könnte, beginnen wir der Einfachheit halber direkt im Hochmittelalter.
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Da ein solches Ringelpanzerhemd mitunter aus 30.000 Ringen aus Eisen bestand, die teilweise auch noch vernietet wurden, kann man sich leicht vorstellen, welches Vermögen eine solche Panzerung damals wohl gekostet haben mag. So konnte sie sich zu Beginn also längst nicht Jeder leisten. Im 13. Jh. wurde dann das Drahtziehen erfunden, und somit der Bau eines Ringelpanzerhemdes soweit erleichtert, dass er auch für Andere eher zugänglich wurde. Weiter unten seht Ihr einige Abbildungen solcher Panzerungen, die durchaus auch über 11 Kg wogen. Wer nun glaubt, man könne ein solches "Hemd" niemals an-, oder aus- ziehen, der irrt sich. Mit etwas Übung ist es, als würde man ein zu schwer geratenes Nachthemd an-, oder eben wieder ausziehen.
Wer sich heutzutage ein Ringelpanzerhemd kaufen möchte, dem sei dieser Tipp mit auf den Weg gegeben : Tragt immer einen Gürtel über Euren Ringelpanzer.
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Im Zuge der militärischen Weiterentwicklungen und den gehäuften Einsatz schwerer Reiterei, war es notwendig, das kurze Ringelpanzer- hemd, das vorne und hinten einen Reitschlitz aufwies, zu verlängern. Etwa Ende des 9. Jhs. ging es dann bis zu den Ellenbogen und Knien, um den Reiter besser zu schützen. Es entwickelte sich ebenfalls eine Kopfbedeckung des selben Panzertyps, welche einfach an die restliche Panzerung angeflochten wurde. Ebenso wurde das Gesicht, bis über den Mund, mit einer solchen Panzerung geschützt, da der Nasalhelm nicht ausreichend Schutz bot. Dieses rechteckige Teilstück, konnte man einfach herunter hängen lassen, wenn man es nicht mehr benötigte. Um eventuelle Treffer wuchtiger Hiebe besser abfangen zu können, wurde unter dem Ringelpanzerhemd ein sogenannter Gambeson ge- tragen. Dies war ein Panzer aus mehreren Lagen Stoff. Er konnte aber auch mit verschiedenen Materialien gefüllt sein, denn die Panzerung aus Eisenringen alleine bot kaum Schutz gegen Prellungen und Knochen- brüche.
Wer es sich leisten konnte, trug nun auch Beinkleider aus Kettengeflecht. Dies waren einzelne Röhren, die an der Rückseite des Beines offen, dafür aber zugeschnürt waren. Es gab auch komplett geschlossene einzelne Bein- röhren, die dann oben an einem Gürtel befestigt wurden. Zur subjektiven Gewichtsreduzierung dieser Kettenbeinlinge diente ein Hosenband, welches unterhalb des Knies recht eng angebracht wurde.
Etwa Mitte des 12. Jhs. wurde das Ringelpanzerhemd mit Fäustlingen aus Kettenpanzerung ergänzt, die ebenfalls am restlichen Kettengewebe festgeflochten wurden. Die Handinnenfläche war dabei natürlich aus Leder. Praktischerweise hatte die Lederseite eines solchen Fäustlings einen Schlitz an der Handgelenkinnenseite, durch welchen man die Hand stecken konnte. Dies sieht man auf einigen Bildern sehr deutlich. Zudem kam immer mehr der Waffenrock ins Spiel. Dies war ein leinerner Überwurf, der das Ringelpanzerhemd vor Feuchtigkeit, aber vor allem auch vor direkter Sonneneinstrahlung schützen sollte. Ein notwendiges Hilfmittel, um in der sengenden Sonne, während der Kreuzzüge, eher überleben zu können. Nicht wenige Kreuzfahrer starben an Hitzschlag, statt auf dem Schlachtfeld. Die Waffenröcke gab es in unterschiedlichen Längen, wurden aber ab etwa 1250 wieder kürzer. Und variierten in der Länge etwa in Kniehöhe. Allmählich wurde der Waffenrock auch nun zum Wappenrock, durch den der Ritter nun unter seiner Rüstung besser zu erkennen war. Die Helme entwickelten sich weiter, und bedeckten allmählich den gesamten Kopf. In Folge dessen wurde der Gesichtsschutz wieder ver- kleinert, und reichte bis übers Kinn. Bei Bedarf konnte man auch ihn wieder hinunter hängen lasssen.
Als die militärische Entwicklung sich nicht nur in der Körperpanzerung, sondern auch in den Waffen durchsetzte, bemerkte man schnell, dass ein Ringelpanzerhemd alleine nicht mehr ausreichend war. Zwar bot es, zusammen mit dem Gambeson, einen relativ guten Schutz, doch gegen die Pfeile der Langbogenschützen, und Armbrustbolzen war diese Kon- stellation nicht ausreichend. Diese Entwicklung machte sich auch in den Schwertern und Dolchen breit. Da Hiebe nicht sehr viel Schaden anrichteten, war man nun darauf aus, die Kettenringe zur einen kräftigen Stoss einfach zu sprengen.
Die Entwicklung des Plattenpanzers begann, und verdrängte das beliebte Ringelpanzerhemd immer mehr. Doch selbst im 15. Jh., wo nahezu jedes Körperteil durch Metallplatten bedeckt wurde, verwendete man Kettenge- flecht, um von der Plattenrüstung unbedeckte Stellen vor Schnittverletzungen zu schützen. Das waren vor allem der Hals- Achsel- und Intimbereich.
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Als etwa Mitte des 13. Jhs. die Entwicklung immer mehr dazu überging, sich zusätzlich mit Metallplatten zu schützen, kam die erste Plattenrüstung auf - der Plattenrock. Das waren Metallspangen, die auf Stoff aufgenietet wurden, und nun den vorderen Rumpf schützten. Durch das nach hinten binden, und die Form des Plattenrocks / Spangenpanzer, wurde auch die untere Rückenpartie geschützt. Wie das Ringelpanzerhemd wurde auch der Plattenrock unter dem Wappenrock getragen, ja sogar teilweise über dem Ringelpanzerhemd. Die Schienbeine bedeckten Metallplatten aus einem Stück. Allmählich, und eigentlich sogar recht schnell, entwickelte sich die Körperpanzerung aus Metallplatten immer weiter. So gab es im 14. Jh. schon Brustplatten, Panzerhandschuhe, und Plattenpanzer für die Arme. Auch die Helme passten sich der Entwicklung an.
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