Auf dem Bild oben seht Ihr den Chaperon, dessen Oberstoff aus feinem Wolltuch ist. Gefüttert ist die Kopfbedeckung nicht, da es der erste Rekonstruktionsversuch war, und eigentlich mehr ein Übungsobjekt darstellt. Der Wulst ist innen mit Buckram geformt, einen in Leim getränkten und getrockneten steifen Leinenstoff, der für gute Stabilität sorgt. Buckram wird auch in den "Haushaltsbüchern" der "Privy Purse Expenses of Elizabeth of York" ( Wardrobe Accounts of Edward IV: Part XX ) erwähnt, welche Ihr bei den Infos herunter laden könnt.
Usprünglich entstand der Chaperon vermutlich aus einer Gugel, die "falsch herum", mit der Gesichtsöffnung auf den Kopf, aufgesetzt wurde. Später setzte sich aus praktischen Gründen ein eigener Schnitt durch, der Chaperon entstand ( Frankreich ), denn als Gugel war diese Kopfbedeckung in gut betuchten Kreisen des späten 15.Jh´s eher unnütze. Auf einigen Bildern sieht man den Chaperon auch als Accessoir, locker über der Schulter getragen, während der Besitzer einen Hut trägt. Zu den Insignien des Hosenbandordens gehört ein roter Chaperon, der heute nur mehr stilisiert, und in erheblich ver- kleinerter Form, dargestellt ist. Unten auf dem Bild seht Ihr ein paar Beispiele mit gängiger Trageweise auf zeitgenössischen Gemälden.
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